Geld für die Ehefrau des Vorstands: Transparenz oder Vetternwirtschaft?

  In unserem Verein spielen sich hinter den Kulissen Dinge ab, die Fragen aufwerfen. Konkret geht es um eine hohe Geldsumme, die an eine Päd...

Die Gehaltsordnung als Freundschaftsdienst: Wenn Geldsegen System hat


Gemeinnützigkeit klingt nach Werten, Transparenz und Gemeinwohl. Doch bei der genauen Überprüfung der Gehaltsordnung zeigt sich manchmal ein Bild, das eher an ein privates Belohnungssystem erinnert.

Bei der Neubewertung aller Einstufungen im Kollegium sticht eine Auffälligkeit ins Auge: Ausgerechnet bei Personen, die dem (ehemaligen und heutigen) Vorstand besonders nahestehen, fehlen für die höheren Gehaltseinstufungen schlichtweg die sachlichen Grundlagen. Keine entsprechenden Qualifikationen, keine nachvollziehbaren Kriterien – aber das Gehalt stimmt. Zufällig war die Ehefrau des Vorstands auch jahrelang im Personalkreis tätig. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Hier drängt sich der Eindruck auf, dass gezielt finanziell begünstigt wurde. Nicht nach Leistung oder sachlich korrekten Maßstäben, sondern nach Nähe zur Macht. 

Das ist mehr als ein unfairer Deal gegenüber dem restlichen Kollegium. Es berührt das Fundament des Vereins: Laut Satzung (§ 3 V) darf keine Person durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Wer Gehaltseinstufungen als Gefälligkeit nutzt, riskiert nicht nur den Frieden im Kollegium, sondern bewegt sich auf einem gefährlichen Terrain bezüglich der Grundsätze der Gemeinnützigkeit.

Wenn Sympathie und Loyalität mehr zählen als sachliche Kriterien, ist die Gehaltsordnung kein transparentes Werkzeug mehr – sondern ein Instrument der Günstlingswirtschaft.

Die Stunde der Strippenzieher: Wenn Macht nicht abgegeben, sondern verdoppelt wird


Während die meisten Lehrkräfte sich durch Elternabende quälen und Korrekturberge abarbeiten, haben sich im Kollegium längst ganz andere Dynamiken etabliert. Wer braucht schon Gewaltentrennung, wenn man gleich alle Schlüsselpositionen auf einmal besetzen kann?

Nehmen wir ein besonders elegantes Beispiel aus der Praxis: Ein langjähriger Vorstand prägt die Vereinsstruktur über Jahre hinweg nach seinen Vorstellungen. Nach einer Pause am Rand des Spielfelds ist er nun wieder offiziell im Vorstand im Amt. Doch das eigentliche Meisterstück liegt woanders: Parallel dazu sitzt er weiterhin direkt am Hebel der Stundenplangestaltung. Wer nun denkt, das sei nur trockene Verwaltung, unterschätzt die strategische Tiefe einer Excel-Tabelle.

Das Ergebnis ist eine Machtkonzentration, die selbst in der Politik für hochgezogene Augenbrauen sorgen würde. Die Wirkung im Alltag? Subtil, aber glasklar spürbar: Wer nicht auf Linie ist oder den Falschen auf die Füße tritt, lernt die Macht der Stundenpläne hautnah kennen. Zufall? Berichten zufolge häufen sich bei unliebsamen Kollegen ganz plötzlich die Freistunden oder die berüchtigten Randzeiten am Freitagnachmittag.

Wer die Hebel bedient, kann eben gestalten. Vorstandsposten und Stundenplangestaltung in Personalunion – das ist keine Schulorganisation mehr, das ist ein geschlossenes System. Bleibt nur die Frage: Wann ist der Stundenplan von einem Planungsinstrument zur Erziehungsmethode für das Kollegium geworden?

Ein Vorstand ohne Finanzwissen, ohne Berater und ohne Plan – aber mit großen Reden beim Richtfest.


Bei der Wahl im Dezember 2025 gab es zumindest noch ein Fältchen Einsicht: Man gab offen zu, von Finanzen keine Ahnung zu haben. Die Lösung sollte eine Bankerin als Beisitzerin im Vorstand sein. Klingt gut auf dem Papier.

Zehn Monate später? Die Bankerin hat nie jemand in einer Sitzung gesehen. Das Versprechen ist einfach verpufft. Der Verein wird weiterhin im absoluten Blindflug geführt – von Menschen, die Zahlen weder lesen noch erklären können.

Die Quittung gab es vor den Sommerferien: Eine Vorständin wollte den Mitgliedern erklären, warum das Schulgeld steigen muss, und scheiterte kläglich daran, die eigenen PowerPoint-Folien zu verstehen. Wer eine Notwendigkeit verkaufen will, sollte wenigstens die eigenen Tabellen lesen können.

Statt den langjährigen Finanzberater einzubinden, ließ man seine Hilfe monatelang links liegen. Trotzdem behauptet der Vorstand stur: „Alles läuft gut.“ Auf welcher Basis eigentlich? Wer keinen Jahresabschluss lesen kann, kann auch nicht beurteilen, wie es um den Verein steht.

Aber für ein Herzensprojekt reicht die Energie dann doch: ein Gartenbauhaus. Risiken und Finanzierung? Unbekannt. Egal – Hauptsache, man darf am Ende bei der Einweihung ein Band durchschneiden und eine Rede halten.

Ein Zukunftsplan für den Verein sieht anders aus. Wann fangen wir an, wieder über Zahlen zu sprechen statt über Symbolpolitik?

Fuchsbetreuung - Wo bleibt das Geld unseres Vereins?


Geldverschwendung im Vorstand: Luftschlösser bauen, Mitgliedern drohen – aber die Kasse blutet

Aufsichtsverfahren, Klagen, Vereinsausschlüsse und der Bau von Luftschlössern wie dem neuen Gartenbauhaus: Unser Vorstand hält sich mit vielem beschäftigt. Nur eine Aufgabe scheint auf der Prioritätenliste ganz unten zu stehen: verantwortungsvolle Finanzpolitik.

Während hinter den Kulissen Machtspielchen ausgetragen werden, läuft die Kassenführung aus dem Ruder. Besonders deutlich zeigt sich das in der Fuchsbetreuung.

Erst bewährte Strukturen zerschlagen, dann die Kasse leeren

Im Frühjahr hielt es der Vorstand für eine großartige Idee, die funktionierende Nachmittagsbetreuung umzubauen. Eine Struktur, die jahrelang verlässlich im Sinne des Vereins arbeitete und schwarze Zahlen schrieb, wurde ohne Not aufgegeben.

Stattdessen holte man eine Pädagogin ins Führungsteam zurück, deren Stärke nachweislich nicht im kaufmännischen Bereich liegt. Die Konsequenzen sind täglich zu beobachten:

  • Einkäufe ohne Verstand: Obwohl die Schränke mit Bastelmaterial überquellen, wird ungerührt weiter eingekauft – der Verein zahlt es ja.

  • Fehlende Personalplanung: Effizienz ist zum Fremdwort geworden. Betreuungsschlüssel, bei denen zwei Fachkräfte lediglich fünf Kinder betreuen, sind keine Seltenheit mehr. Dass sich das wirtschaftlich keinesfalls rechnet, versteht sich von selbst. (Wie es trotz dieses Schlüssels zu massiven Verletzungen der Aufsichtspflicht kommen kann, ist ein eigenes Kapitel für den nächsten Beitrag.)

Tausende Euro verschenkt: Das Debakel bei den Gastkindern

Besonders drastisch zeigt sich das finanzielle Versagen bei der Abrechnung der Gastkinder.

Das ursprüngliche Konzept des alten Vorstands war simpel und erfolgreich: Eltern erhielten für ab 5 Euro pro Tag eine flexible, verlässliche Betreuung für ihre Kinder. Der Service wurde hervorragend angenommen, die Gebühren am Monatsende ordnungsgemäß abgerechnet und eingezogen. Eine klassische Win-Win-Situation für Eltern und Verein.

Seit dem Führungswechsel in der Fuchsbetreuung scheint Geld jedoch keine Rolle mehr zu spielen. Der Service wird weiter genutzt, doch die Abrechnung unterbleibt schlichtweg. Dem Verein entgeht dadurch Monat für Monat ein vierstelliger Betrag.

Schulgelderhöhung verlangen, aber Eigenmittel liegen lassen

Hier offenbart sich die Doppelmoral der aktuellen Vereinsführung: Während gegenüber den Eltern bereits lautstark über eine Schulgelderhöhung nachgedacht wird, lässt der Vorstand monatlich Beträge im vierstelligen Bereich einfach auf der Straße liegen.

Es ist Zeit, dass der Vorstand aufhört, Ressourcen in Streitigkeiten und Prestigeprojekte zu stecken, und endlich seine Hausaufgaben bei den Vereinsfinanzen macht.

Die Nebelkerzen des Vorstands: Angst statt Argumente

Der Vorstand hat sich an das Kollegium gewandt. Wer jedoch gehofft hatte, dass man sich dort endlich inhaltlich mit den auf unserer Blog veröffentlichten Kritikpunkten und Missständen auseinandersetzt, wird enttäuscht.

Anstatt Transparenz zu schaffen oder sachlich auf die aufgeworfenen Fragen einzugehen, setzt die Vereinsführung auf eine altbewährte Taktik: Einschüchterung und Ablenkung.

Verschleiern statt Aufklären

Der Vorstand verliert kein einziges Wort über die eigentlichen Inhalte. Es gibt keine inhaltliche Widerlegung, keine Gegenargumente und keinen Versuch, die offensichtlichen Probleme sachlich aufzuarbeiten. Stattdessen verschanzt man sich hinter unbelegten Behauptungen über angebliche Verstöße gegen Datenschutz-, Verschwiegenheits- und Vertraulichkeitspflichten.

Welche konkreten Daten oder Regeln tatsächlich verletzt worden sein sollen, bleibt im Dunkeln. Das ist kein Zufall, sondern Kalkül: Wer keine sachlichen Argumente hat, greift zur juristischen Drohkulisse.

Angst als Werkzeug

Das Ziel dieses Schreibens ist offensichtlich: Es geht darum, kritisches zu tabuisieren und Angst im Kollegium sowie in der Schulgemeinschaft zu schüren. Wer Inhalte teilt, liest oder hinterfragt, soll das Gefühl bekommen, sich auf gefährlichem Terrain zu bewegen.

Diese Taktik – Informationen nicht mit Beweisen zu widerlegen, sondern durch das Schüren von Unsicherheit, das Andeuten von Regelverstößen und das Erzeugen von Widersprüchen ein Gefühl zu schaffen, in dem es keine objektive Wahrheit mehr zu geben scheint – kennt man sonst eher aus der Desinformationskampagnen. Es soll gezielt Verwirrung gestiftet werden, damit die eigentlichen Fragen im Hintergrund verschwinden.

Wir lassen uns nicht mundtot machen

Echte Vereins- und Schulgemeinschaft lebt nicht von verordneter Stille und diffuser Angst, sondern vom Mut zur Wahrheit und vom offenen Diskurs. Transparenz ist kein Angriff auf die Gemeinschaft, sondern die Grundvoraussetzung für ein offenes Miteinander.

Als Gemeinschaft lassen wir uns nicht durch Angst oder vom Vorstand gezündete Nebelkerzen beirren. Lasst uns Transparenz nutzen, um Missstände klar zu benennen, zu beseitigen und den Verein damit nachhaltig voranzubringen.

Die Kinder stehen im Mittelpunkt – und alles Handeln muss darauf ausgerichtet sein, unsere Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und zu schützen.

Nach 161 Tagen Versteckspiel: Gibt es endlich Antworten?


Der neue Vorstand trat an mit großen Versprechungen: Mehr Kommunikation, mehr Transparenz, ein frischer Wind. Nach 161 Tagen ist klar: Diese Versprechungen waren eine reine Seifenblase – und sie ist spektakulär geplatzt.

Wer Transparenz verspricht, muss sich an Taten messen lassen. Doch statt Antworten erleben wir seit Monaten eine beispiellose Blockadehaltung.

Was bisher geschah: Die Chronologie des Ausweichens

  • 05. Mai: Fristgerechte Einreichung eines Fragenkatalogs an den Vorstand im Vorfeld der Mitgliederversammlung (MV).
  • 13. Mai (MV): Ein winziger Bruchteil der Fragen wird oberflächlich abgetan. Brisante Details – wie die Bestätigung über die Auszahlung eines Arbeitszeitkontos an die Ehefrau eines Vorstandsmitglieds – werden lediglich in einem Nebensatz eingeräumt. Die Fakten dazu? Verschwiegen. Nachfragen werden mit einem lapidaren „Wir haben keine Zeit“ abgewürgt. Die schriftliche Beantwortung wird offen verweigert. Ein auf der MV zugesagtes Gespräch im Vorstandskreis? Bis heute nie erfolgt. Das Kalkül: Gras über die Sache wachsen lassen.
  • 21. Juli: Da der Vorstand mauerte, wird ein Rechtsanwalt eingeschaltet, um die Auskunftsrechte rechtlich durchzusetzen.
  • 04. August: Die gesetzte Frist verstreicht. Die erste Reaktion des Anwalts der Gegenseite? Eine Fristverlängerung.
  • Seit September: Nach monatelangem Zögern gibt es wieder direkten Austausch – allerdings nicht über Inhaltliches, sondern über die Bedingungen, unter denen der Vorstand überhaupt bereit ist zu antworten.

Verbarrikadiert hinter Maulkorb-Bedingungen

Statt sich sachlich mit den Fragen der Mitglieder auseinanderzusetzen, investiert der Vorstand enorm viel Energie in Taktieren und Abwehren. Das wirft eine zentrale Frage auf: Was hat dieser Vorstand eigentlich zu verbergen?

Anstatt Transparenz zu leben, werden die Regeln einfach zu den eigenen Gunsten angepasst. In der Gesamtkonferenz führte der Vorstand kurzerhand ein Limit von maximal 5 Fragen pro Mitglied ein.

Für einen Termin zur Beantwortung unseres Fragenkatalogs stellt der Vorstand nun Absurditäten als Bedingungen auf:

  • Absolute Geheimhaltung (vertrauliches Gespäch)
  • Keine Folge- oder Nachfragen
  • Zeitfenster rigoros auf 60 Minuten begrenzt
  • Keine weiteren Mitglieder oder Zeugen im Raum (ein Machtgefälle von 7 gegen 1)
  • Das Recht, das Protokoll im Nachgang nach eigenen Wünschen anzupassen
  • Keine Audio oder Videodokumentation, so steht später immer Aussage gegen Aussage

Zusätzlich verlangt der Vorstand nach 161 Tagen Bedenkzeit, dass die Fragen der MV noch einmal im Detail vorab eingereicht werden. So sieht also die Vorstellung des Vorstands von „offener Kommunikation“ aus.

Diesen Knebel-Forderungen stimmen wir nicht zu. Mitgliederrechte sind keine milden Gaben eines Vorstands. Sie sind ein verbrieftes Recht. Ein Vorstand ist der Gemeinschaft verpflichtet – er ist nicht der König des Vereins.

Wie es jetzt weitergeht

Ein Gespräch muss offen und ehrlich sein, um diesen Namen zu verdienen. Ob dies beim angesetzten Termin am Dienstag, den 13. Oktober (18:30–19:30 Uhr) gelingt? Wir bleiben skeptisch, aber gesprächsbereit. Das Ergebnis werden wir hier lückenlos und transparent veröffentlichen.

Als Eltern, deren Kinder täglich von Vorstandsmitgliedern unterrichtet werden, erfordert ein solcher Streit enorm viel Kraft. Nicht jeder kann monatelang dranbleiben oder Anwälte einschalten. Genau deshalb gibt es die Initiative inside-waldorf-vaihingen: Gemeinsam bündeln wir den langen Atem, der nötig ist, um die Rechte aller Mitglieder dauerhaft zu schützen.

Denn am Ende geht es um das Einzige, was zählt: Dieser Verein ist für die Kindergartenkinder und Schüler da. Ihnen den bestmöglichen Ort zum Aufwachsen zu bieten, muss unser aller oberstes Ziel sein.

Geld für die Ehefrau des Vorstands: Transparenz oder Vetternwirtschaft?

 

In unserem Verein spielen sich hinter den Kulissen Dinge ab, die Fragen aufwerfen. Konkret geht es um eine hohe Geldsumme, die an eine Pädagogin ausgezahlt wurde – die zufällig auch die Ehefrau eines Vorstandsmitglieds ist.

Die Vorgeschichte: Forderungen ohne Nachweis

Die besagte Pädagogin forderte nachträglich die Auszahlung eines angeblichen Arbeitszeitkontos. Das Problem dabei: Für die angeblich erbrachte Leistung existiert keinerlei rechtlich saubere Arbeitszeiterfassung.

Zunächst wurde versucht, die geleisteten Stunden über sogenannte „SOLL-Deputatsstunden“ nachzuweisen. Dieser Versuch scheiterte jedoch krachend. Da es sich lediglich um theoretische Soll-Zeiten handelte, konnte sogar das Gegenteil nachgewiesen werden: Über mehrere Wochen hinweg wurden diese Sollstunden nachweislich gar nicht erbracht. Es gab die als Soll-Deputatsstunden geplanten Unterrichte aufgrund des verkürzten Unterrichts einfach nicht. Wie soll sich ein angebliches Arbeitszeitkonto füllen, wenn es gar keinen Unterricht gab?

In der angespannten finanziellen Lage unseres Vereins Geld für nachweislich nicht erbrachte Arbeitsleistung zu fordern, ist ein starkes Stück. Folgerichtig hat der alte Vorstand diese unbegründete Auszahlung damals strikt abgewiesen.

Die Wende: Der neue Vorstand

Mit dem Wechsel im Vorstand wendete sich das Blatt. Plötzlich wurden die zuvor abgelehnte Auszahlung prompt genehmigt. Trügt der Eindruck, dass hier familiäre Interessen bei der Abstimmung eine Rolle gespielt haben?

Wie hoch diese Auszahlung war und auf welcher nachprüfbaren, rechtlichen Grundlage sie plötzlich bewilligt wurde, weigert sich der neue Vorstand standhaft zu erklären.

Dabei war es doch genau dieser neue Vorstand, der Transparenz und offene Kommunikation zu seinen Kernwerten ausgerufen hat. Doch wenn es konkret wird, heißt es plötzlich: Mauern und Schweigen. Vereinsgelder an die eigene Ehefrau auszahlen und sich danach hinter dem Datenschutz verstecken? Ein solches Verhalten, bei dem Gelder an Familienangehörige fließen, kennt man sonst eher aus unschönen Schlagzeilen der AfD Landespolitik – und nun haben wir genau diese fragwürdigen Verhältnisse in unserem eigenen Verein.

Unser Fazit: Datenschutz darf kein Deckmantel sein!

Wenn es um Zahlungen an Familienangehörige von Vorstandsmitgliedern geht, darf der Datenschutz nicht als Schutzschild gegen Aufklärung missbraucht werden. Nur lückenlose und echte Transparenz kann hier den massiven Verdacht der Vetternwirtschaft entkräften.

Wir fordern den Vorstand auf: Legen Sie die Karten auf den Tisch! Auf welcher Basis wurde dieses Geld ausgezahlt? Die Mitglieder haben ein Recht auf die Wahrheit.

Transparenz sieht anders aus: Wie der Vorstand kritische Fragen hinter verschlossenen Türen vergraben will


Wer mit Offenheit und Transparenz um ein Amt wirbt, sollte sich daran messen lassen, wenn Mitglieder konkrete Fragen stellen. Auf der letzten Mitgliederversammlung blieb der Vorstand die Antworten schuldig. Doch statt das Auskunftsrecht der Mitglieder nachträglich öffentlich und transparent zu bedienen, wählt die Vereinsführung einen bedenklichen Sonderweg.

Die Vorstandsmail klingt auf den ersten Blick nach Gesprächsbereitschaft, offenbart bei genauerem Hinsehen aber eine kalkulierte Blockadehaltung:

  • Hinter verschlossenen Türen: Aus einer berechtigten Anfrage an die Versammlung wird ein „vertrauliches Einzelgespräch“ gemacht. Weder Gäste noch rechtlicher Beistand sind willkommen.
  • Kontrolle über das Wort: Aufnahmen werden strikt untersagt, stattdessen soll ein gemeinsam gegengezeichnetes Protokoll her. Wer die Vergangenheit des Vereins kennt – wie die versuchte Einflussnahme durch den aktuellen Vorstand bei der Protokollführung zur Mitgliederversammlung im Dezember 2025 –, weiß, warum hier höchste Vorsicht geboten ist.
  • Korsett statt Aufklärung: Der Ablauf wird strikt reglementiert. Maximal 60 Minuten, nur vorab ausgewählte Fragen, keine Nachfragen, keine neuen Themen.

Das ist keine Transparenz, das ist Schadensbegrenzung auf Kosten der Mitgliedsrechte. Die Beantwortung von Fragen ist keine Gefälligkeit des Vorstands, sondern seine Pflicht.

Es bleibt zu hoffen, dass der Vorstand vor dem anstehenden Termin juristischen Rat einholt, um die Rechte seiner Mitglieder endlich zu respektieren – bevor der Verein für diese Verweigerungshaltung am Ende teuer bezahlen muss.

Die 30.000-Euro-Lüge: Luftschlösser statt solider Vereinsfinanzen

 Am jüngsten Finanzabend hat der Vorstand seine „Planungen“ für das neue Gartenbauhaus vorgestellt. Wobei das Wort Planung hier glatt übertrieben ist – „heiße Luft“ trifft es deutlich besser.

Die Faktenlage ist alarmierend: Es liegt ein Förderbescheid vor, nach dem das Gartenbauhaus bis Mitte nächsten Jahres nicht nur gebaut, sondern auch komplett abgerechnet sein muss. Ein extrem sportlicher, wenn nicht gar utopischer Zeitplan. Wird dieser nicht eingehalten, müssen die Fördergelder (die aktuell bereits auf dem Konto liegen) vollständig zurückgezahlt werden.

Und warum das Ganze? Die Begründung des Vorstands hält einer Überprüfung nicht stand.

Die 200-Meter-Klo-Lüge und echte Alternativen

Als Hauptargument für den teuren Neubau nennt der Vorstand den angeblich viel zu langen Weg zur Toilette – dieser sei angeblich 200 Meter lang. Das ist schlichtweg die Unwahrheit. Der Weg zur Toilette im Unterstufenbau ist nachweislich deutlich kürzer.

Zudem gäbe es längst eine viel elegantere, kostengünstigere Lösung: Im Kindergarten wird aktuell mangels Nachfrage eine Gruppe geschlossen. Dadurch wird ein Raum frei, der perfekt als künftiger Gartenbauraum genutzt werden könnte – inklusive direktem Zugang zu gartennahen Toiletten. Warum also neu bauen?

Phantasiezahlen für die eigene Agenda

Um den Neubau krampfhaft schönzurechnen, hat sich der Vorstand eine Drohkulisse aufgebaut: die 30.000-Euro-Lüge. Behauptung des Vorstands: Wenn wir nicht bauen, kostet uns das 30.000 Euro.

Wie man auf diese Summe kommt? Der Vorstand behauptet, man müsse bei einem Nicht-Bau die vorhandene Bodenplatte aufwendig herausreißen und diesen Teil des Gartens renaturieren. Auf die logische Nachfrage aus der Mitgliedschaft, warum man die Bodenplatte nicht einfach im Boden belässt und das Geld spart, folgten lediglich Ausflüchte und noch mehr heiße Luft. Es zeigt sich wieder einmal: Der Vorstand verfolgt seine ganz eigene Agenda und nutzt Phantasiezahlen als vermeintliche Argumente.

Fun Fact (oder eher: Das finanzielle Himmelfahrtskommando)

  • Keine Angebote: Es liegt bis heute weder ein aktuelles Angebot für den Bau noch für die Innenausstattung des Gartenbauhauses vor.
  • Ablaufende Uhr: In knapp 12 Monaten muss das Gebäude komplett FERTIG und abgerechnet sein, sonst platzt die Förderung.
  • Das Risiko: Keinen Plan haben, aber in einem Jahr fertig sein wollen? Wenn das Gebäude nicht rechtzeitig abgerechnet wird, bleibt der Verein auf allen bisherigen Baukosten sitzen und muss die Förderung trotzdem zurückzahlen!

Fazit: Finger weg vom Gartenbauhaus!

Wir haben aktuell kein Geld für zusätzliche Unterhaltskosten wie Heizung, Wartung und Reinigung. Unsere Priorität muss es sein, die Vereinsfinanzen endlich wieder in Ordnung zu bringen, anstatt riskante Luftschlösser zu bauen.

Wir fordern den Vorstand auf: Stoppen Sie dieses unüberlegte Projekt, bevor es den Verein teuer zu stehen kommt!

2.400 Euro statt Ehrenamt: Bedient sich der Lehrervorstand heimlich aus der Vereinskasse?

 

Wachsam bleiben: Warum wir dem Vorstand auf die Finger schauen müssen

Nachfragen lohnt sich – und dem Vorstand genau auf die Finger zu schauen, erst recht. Die jüngsten Entwicklungen in unserem Verein zeigen, wie wichtig eine aktive und kritische Mitgliedschaft ist, um das Vereinsvermögen zu schützen.

Ein Rückblick: Wie es früher lief

In der Vergangenheit gab es eine klare Trennung bei den Aufwandsentschädigungen:

  • Pädagogische Vorstände: Erhielten monatlich 200 Euro.
  • Elternvorstände: Konnten sich eine Ehrenamtspauschale von 70 Euro im Monat auszahlen lassen.

Der alte Vorstand nutzte diese Ehrenamtspauschale auf vorbildliche Weise, um besondere Projekte im Verein direkt zu fördern. Das Geld wurde ausgezahlt und anschließend für gezielte Zwecke zurückgespendet – sei es zur Unterstützung einer Familie beim Schulgeld, für wichtige IT-Investitionen oder für die Ausstattung des Chemiesaals.

Unsere Satzung ist eindeutig

Unsere Vereinssatzung lässt keinen Spielraum für Interpretationen: Das Vorstandsamt ist ein Ehrenamt. Über die gesetzliche Ehrenamtspauschale hinaus darf kein Geld an Vorstandsmitglieder fließen.

Dass dies der einzig richtige Weg ist, hat der alte Vorstand noch im Dezember 2025 rechtlich prüfen lassen. Die Konsequenz daraus war absolut korrekt: Die jährliche Sonderbehandlung von 2.400 Euro für pädagogische Vorstände wurde umgehend eingestellt.

Der neue Vorstand und die Suche nach Schlupflöchern

Umso bedenklicher ist das Verhalten des neuen Vorstands im laufenden Jahr. An gleich zwei Sitzungen beschäftigte sich das Gremium intensiv mit der Frage, über welche Umwege auch weiterhin Sonderzahlungen aus dem Vereinsvermögen an die pädagogischen Vorstände fließen könnten.

An die eigentlich notwendige Satzungsänderung hat sich der neue Vorstand bisher nicht herangetraut – wohl wissend, dass die Mitgliederbasis dem kaum zustimmen würde.

Erster Etappensieg: Unser hartnäckiges Nachfragen hat bereits Wirkung gezeigt. Aktuell verzichtet der gesamte Vorstand auf eine Auszahlung.

Leider geschieht dies nur unter Vorbehalt. Das erklärte Ziel bleibt es offenbar, weiterhin nach rechtlichen Schlupflöchern zu suchen.

Der aktuelle Plan: Der Umweg über den Arbeitsvertrag

Die neueste Idee des Vorstands: Den pädagogischen Vorständen sollen im Rahmen ihres normalen Arbeitsvertrags zwei zusätzliche Deputatsstunden gewährt werden. Über diesen verdeckten Umweg soll das Geld am Ende doch fließen.

Doch auch dieser Weg ist rechtlich extrem sauber zu betrachten: Es handelt sich um eine verdeckte Zuwendung, die nicht mit unserer Satzung konform und damit unzulässig ist.

Fazit: Keine Selbstbedienungsmentalität im Verein!

Wir müssen weiterhin wachsam bleiben. Ein Verein lebt vom ehrenamtlichen Engagement und dem verantwortungsvollen Umgang mit den Mitgliedsbeiträgen. Wir werden dem Vorstand auch in Zukunft genau auf die Finger schauen, um eine schleichende Selbstbedienungsmentalität im Keim zu ersticken.