Geld für die Ehefrau des Vorstands: Transparenz oder Vetternwirtschaft?

  In unserem Verein spielen sich hinter den Kulissen Dinge ab, die Fragen aufwerfen. Konkret geht es um eine hohe Geldsumme, die an eine Päd...

Ein Vorstand ohne Finanzwissen, ohne Berater und ohne Plan – aber mit großen Reden beim Richtfest.


Bei der Wahl im Dezember 2025 gab es zumindest noch ein Fältchen Einsicht: Man gab offen zu, von Finanzen keine Ahnung zu haben. Die Lösung sollte eine Bankerin als Beisitzerin im Vorstand sein. Klingt gut auf dem Papier.

Zehn Monate später? Die Bankerin hat nie jemand in einer Sitzung gesehen. Das Versprechen ist einfach verpufft. Der Verein wird weiterhin im absoluten Blindflug geführt – von Menschen, die Zahlen weder lesen noch erklären können.

Die Quittung gab es vor den Sommerferien: Eine Vorständin wollte den Mitgliedern erklären, warum das Schulgeld steigen muss, und scheiterte kläglich daran, die eigenen PowerPoint-Folien zu verstehen. Wer eine Notwendigkeit verkaufen will, sollte wenigstens die eigenen Tabellen lesen können.

Statt den langjährigen Finanzberater einzubinden, ließ man seine Hilfe monatelang links liegen. Trotzdem behauptet der Vorstand stur: „Alles läuft gut.“ Auf welcher Basis eigentlich? Wer keinen Jahresabschluss lesen kann, kann auch nicht beurteilen, wie es um den Verein steht.

Aber für ein Herzensprojekt reicht die Energie dann doch: ein Gartenbauhaus. Risiken und Finanzierung? Unbekannt. Egal – Hauptsache, man darf am Ende bei der Einweihung ein Band durchschneiden und eine Rede halten.

Ein Zukunftsplan für den Verein sieht anders aus. Wann fangen wir an, wieder über Zahlen zu sprechen statt über Symbolpolitik?