Man kennt sie aus jeder Vereinsversammlung: die Stimmen von der Seitenlinie. Jahrelang war die heutige Vorständin im Elternbeirat aktiv und versorgte den Vorstand verlässlich mit klugen Ratschlägen und langen Listen all der Dinge, die man doch bitte endlich einmal umsetzen müsste. Kritisieren ist schließlich einfach, wenn man keine Verantwortung trägt.
Nun sitzt sie selbst am Steuer – und die Realität holt den Anspruch mit Anlauf ein.
Das Drama beginnt bei den Grundlagen: Wer auf der eigenen PowerPoint-Folie die Zahlen präsentiert, sollte zumindest wissen, was sie bedeuten. Wenn bereits die eigenen Folien zur unbeantwortbaren Frage werden, hinterlässt das bei den Mitgliedern mehr als nur Stirnrunzeln.
Doch es kommt noch bitterer. Während das Geld mit vollen Händen ausgegeben wird, stockt der Nachschub an allen Ecken. Wo sind die Strategien für neue Einnahmeströme? Wo das Engagement bei Spendenaktionen?
Keine Kooperation mit Partnern wie Kaufland.
Komplett verschlafen: Die Aktion Scheine für Vereine von REWE. Zahlreiche Vaihinger Vereine haben mitgemacht, ihre Bekanntheit gesteigert und unkompliziert Gelder gesammelt. Unser Vorstand? Hat diese Chance schlicht verpasst.
Geld ausgeben kann jeder. Neue Mittel zu beschaffen und Verantwortung mit Substanz auszufüllen, ist die eigentliche Aufgabe eines Vorstands. Zeit, dass auf die großen Worte von damals endlich Taten folgen.