Geld für die Ehefrau des Vorstands: Transparenz oder Vetternwirtschaft?

  In unserem Verein spielen sich hinter den Kulissen Dinge ab, die Fragen aufwerfen. Konkret geht es um eine hohe Geldsumme, die an eine Päd...

Die Stunde der Strippenzieher: Wenn Macht nicht abgegeben, sondern verdoppelt wird


Während die meisten Lehrkräfte sich durch Elternabende quälen und Korrekturberge abarbeiten, haben sich im Kollegium längst ganz andere Dynamiken etabliert. Wer braucht schon Gewaltentrennung, wenn man gleich alle Schlüsselpositionen auf einmal besetzen kann?

Nehmen wir ein besonders elegantes Beispiel aus der Praxis: Ein langjähriger Vorstand prägt die Vereinsstruktur über Jahre hinweg nach seinen Vorstellungen. Nach einer Pause am Rand des Spielfelds ist er nun wieder offiziell im Vorstand im Amt. Doch das eigentliche Meisterstück liegt woanders: Parallel dazu sitzt er weiterhin direkt am Hebel der Stundenplangestaltung. Wer nun denkt, das sei nur trockene Verwaltung, unterschätzt die strategische Tiefe einer Excel-Tabelle.

Das Ergebnis ist eine Machtkonzentration, die selbst in der Politik für hochgezogene Augenbrauen sorgen würde. Die Wirkung im Alltag? Subtil, aber glasklar spürbar: Wer nicht auf Linie ist oder den Falschen auf die Füße tritt, lernt die Macht der Stundenpläne hautnah kennen. Zufall? Berichten zufolge häufen sich bei unliebsamen Kollegen ganz plötzlich die Freistunden oder die berüchtigten Randzeiten am Freitagnachmittag.

Wer die Hebel bedient, kann eben gestalten. Vorstandsposten und Stundenplangestaltung in Personalunion – das ist keine Schulorganisation mehr, das ist ein geschlossenes System. Bleibt nur die Frage: Wann ist der Stundenplan von einem Planungsinstrument zur Erziehungsmethode für das Kollegium geworden?