Geldverschwendung im Vorstand: Luftschlösser bauen, Mitgliedern drohen – aber die Kasse blutet
Aufsichtsverfahren, Klagen, Vereinsausschlüsse und der Bau von Luftschlössern wie dem neuen Gartenbauhaus: Unser Vorstand hält sich mit vielem beschäftigt. Nur eine Aufgabe scheint auf der Prioritätenliste ganz unten zu stehen: verantwortungsvolle Finanzpolitik.
Während hinter den Kulissen Machtspielchen ausgetragen werden, läuft die Kassenführung aus dem Ruder. Besonders deutlich zeigt sich das in der Fuchsbetreuung.
Erst bewährte Strukturen zerschlagen, dann die Kasse leeren
Im Frühjahr hielt es der Vorstand für eine großartige Idee, die funktionierende Nachmittagsbetreuung umzubauen. Eine Struktur, die jahrelang verlässlich im Sinne des Vereins arbeitete und schwarze Zahlen schrieb, wurde ohne Not aufgegeben.
Stattdessen holte man eine Pädagogin ins Führungsteam zurück, deren Stärke nachweislich nicht im kaufmännischen Bereich liegt. Die Konsequenzen sind täglich zu beobachten:
Einkäufe ohne Verstand: Obwohl die Schränke mit Bastelmaterial überquellen, wird ungerührt weiter eingekauft – der Verein zahlt es ja.
Fehlende Personalplanung: Effizienz ist zum Fremdwort geworden. Betreuungsschlüssel, bei denen zwei Fachkräfte lediglich fünf Kinder betreuen, sind keine Seltenheit mehr. Dass sich das wirtschaftlich keinesfalls rechnet, versteht sich von selbst. (Wie es trotz dieses Schlüssels zu massiven Verletzungen der Aufsichtspflicht kommen kann, ist ein eigenes Kapitel für den nächsten Beitrag.)
Tausende Euro verschenkt: Das Debakel bei den Gastkindern
Besonders drastisch zeigt sich das finanzielle Versagen bei der Abrechnung der Gastkinder.
Das ursprüngliche Konzept des alten Vorstands war simpel und erfolgreich: Eltern erhielten für ab 5 Euro pro Tag eine flexible, verlässliche Betreuung für ihre Kinder. Der Service wurde hervorragend angenommen, die Gebühren am Monatsende ordnungsgemäß abgerechnet und eingezogen. Eine klassische Win-Win-Situation für Eltern und Verein.
Seit dem Führungswechsel in der Fuchsbetreuung scheint Geld jedoch keine Rolle mehr zu spielen. Der Service wird weiter genutzt, doch die Abrechnung unterbleibt schlichtweg. Dem Verein entgeht dadurch Monat für Monat ein vierstelliger Betrag.
Schulgelderhöhung verlangen, aber Eigenmittel liegen lassen
Hier offenbart sich die Doppelmoral der aktuellen Vereinsführung: Während gegenüber den Eltern bereits lautstark über eine Schulgelderhöhung nachgedacht wird, lässt der Vorstand monatlich Beträge im vierstelligen Bereich einfach auf der Straße liegen.
Es ist Zeit, dass der Vorstand aufhört, Ressourcen in Streitigkeiten und Prestigeprojekte zu stecken, und endlich seine Hausaufgaben bei den Vereinsfinanzen macht.
